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Energiekonzept?! Drucken
Mittwoch, den 29. September 2010 um 13:16 Uhr

Wir, das Bildungsnetzwerk fr Energie-Optimierung e. V. (BEneOpt!) als Verbraucherorientierter gemeinntziger Verein, setzen uns fr eine zukunftssichere und bezahlbare Energieversorgung ein.

Einem weltweit steigenden Energieverbrauch stehen abnehmende Ressourcen gegenber, was ein Umdenken in der Energiegewinnung und eine Umstellung auf andere Energietrger dringend erfordert. Welche Manahmen enthlt dazu das von der Bundesregierung vorgelegte Energiekonzept?

  • Laut diesem Konzept sollen auch weiterhin die Erneuerbaren Energien durch deren vorrangigen Anschluss an die Stromnetze und die im EEG festgeschriebenen Vergtungen gefrdert werden.
    Aber: Das betrifft jedoch nicht die tatschliche Nutzung des erzeugten Stroms. Die Grundlast wird durch in der Stromproduktion unflexible Atom- und Kohlekraftwerke abgedeckt whrend grner Strom nur fr Spitzenlasten abgenommen wird. Nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts fr Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) wurden schon in diesem Sommer in der Mittagszeit rund 10.000 MW allein durch Photovoltaik produziert, was bei weitem die mgliche Einspeisekapazitt berstieg und zu Abschaltungen der PV-Anlagen fhrte. Die geplante Erweiterung der Kapazitten bei Erneuerbaren Energien und die fehlende Abschaltung von konventionellen Kraftwerken verschrft diese Situation. Da auch die nicht eingespeiste Energie nach EEG vergtet wird, fhrt dies zwangslufig zu hheren Strompreisen. Laut Studien von PWC, McKinsey und dem WWF ist bis 2050 eine Grundlastdeckung durch erneuerbare Energien mglich, dies setzt jedoch eine schrittweise Abschaltung von konventionellen Kraftwerken voraus.
  • Eine im Juli 2009 von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgefhrte Studie belegt, dass Stromanbieter mit einem hohen Atomstrom-Anteil teurer waren als andere Anbieter.
    Die Zusammensetzung des Strompreises weist zwar die Kosten aus, die durch das EEG entstehen. Jedoch sind die umfangreichen Subventionen welche fr die Frderung des Kohlebergbaus oder der Nutzung der Kernkraft (Forschungsttigkeit fr AKW von 1950-2008 rund 165 Mrd. Euro) die aus Steuergeldern geflossen sind oder noch flieen, vllig intransparent.
  • Atomkraftwerke knnen wie alle Techniken keine 100%ige Sicherheit garantieren, nur hier ist der GAU desastrs. Trotzdem sollen die Nachrstkosten fr die AKW-Betreiber bei 500 Mio. Euro pro AKW gedeckelt werden. Darber hinausgehende Kosten sollen mit den geplanten Abgaben in den Fond zur Frderung der Erneuerbaren Energien verrechnet werden knnen. Das bedeutet entweder mehr Sicherheit fr die AKW oder preiswertere Erneuerbare Energie. Laut dem Energiekonzept sind fr 50% der AKW schon bei 4 Jahren Laufzeitverlngerung hhere Kosten zu erwarten. Versicherungs-, Rckbau- und Entsorgungskosten sind nur unzureichend auf die Betreiber der AKW umgelegt und mssen weiterhin zum Teil durch die Allgemeinheit erbracht werden.
  • Die Brennelementesteuer fhrt nicht zu den erwarteten hheren Einnahmen, da diese durch den Bund erhobene Steuer die Gewerbesteuer, welche von den AKW-Betreibern an die Kommunen abgefhrt werden muss, reduziert.
  • Im Jahr 2009 arbeiteten rund 300.000 Beschftigte im Bereich der erneuerbaren Energien. Diese Zahl hat sich seit 2004 um 87% erhht, was auf ein dynamisches und auch in der Krise stabiles Wachstum hinweist. Das Festhalten an bestehenden Strukturen vernichtet gesamtgesellschaftlich gesehen Arbeitspltze, da die Verbreitung neuer Technologien und das Entstehen neuer innovativer Arbeitspltze behindert werden.
  • Die Forderung nach Erhhung der Energieeffizienz wird durch die tagespolitischen Manahmen konterkariert, da die Frderung von Energiesparmanahmen ber das Marktanreizprogramm der BAFA gekrzt wurde. Dabei lste jeder Frder-Euro ca. 8 Euro an privaten Investitionen aus (ifo-Gutachten vom 17.06.2010). Allein die daraus resultierende Mehrwertsteuer wrde deshalb diese Frderung vollstndig ausgleichen.

Wir fordern daher eine strkere Nutzung der Erneuerbaren Energien und eine schnellere Abschaltung konventioneller Kraftwerke.

(bisher nicht verffentlicht)
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Juli 2011 um 15:40 Uhr